Menschen

Hier möchte ich meine Familie und mich kurz vorstellen:

Wir – das sind meine Frau, unsere Tochter (geb. 2001), unser Sohn (geb. 2003) und ich – zogen 2005 nach dem Bau unseres Hauses aus Berlin in dessen „Speckgürtel“, und zwar in das feld-, wald- und seenreiche östliche Brandenburg. Hier hofften wir, für uns und vor allem die Kinder die Vorzüge des ruhigeren und naturnahen Lebens mit denen der Großstadtnähe verbinden zu können. Bis jetzt wurden wir nicht enttäuscht.

Spaziergang mit Kindern, Bruno und Any (Mutter von Elli)

Schon als das Grundstück gekauft  aber der Bau noch nicht begonnen war, keimte der lange gehegte aber ob der Lebensumstände bis dahin nicht realistische Wunsch nach einem Hund wieder auf.
Zunächst sollte es für uns Ahnungslose ein brauner Labrador sein – das hatte wohl vor allem optische Gründe. Wir gerieten per Internetrecherche an eine „Zucht“stätte im Spreewald, von der wir damals nicht wußten, dass es dort lediglich um die Vermehrung und den Verkauf von Hunden ging. Wir standen sogar schon auf der Welpenkäuferliste für den anstehenden Wurf.
Bis heute bin ich dem mir unbekannten Umstand dankbar, der mich davon abhielt, dort einen Welpen zu kaufen. Es war wahrscheinlich einfach ein ungutes Bauchgefühl.

Die weitere Recherche führte uns – ebenso zufällig – auf die Seite des DRC und dort auch zur Rasse Chesapeake Bay Retriever, die der Beschreibung und unserer naiven Meinung nach sehr gut zu uns zu passen schien. Es folgte eine Zeit, in der ich nächtelang alles las, was das Internet  an Informationen über die Rasse bereit hielt. Ausgestattet mit diesem „Wissen“, meldeten wir uns bei Stephanie Baake (Acoustic Fighters), die gerade ihren A-Wurf hatte. Wie ich heute weiß, waren es nicht zuletzt die teils doch detaillierten Kenntnisse über die Rasse  aus dem Internet, die sie bewogen, uns einen kleinen Rüden anzuvertrauen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir zwar ein Grundstück im Grünen, aber ich war gerade mit dem Studium fertig, wir wohnten an einer Hauptstraße in Berlin in zwei Zimmern, hatten Kinder im Alter von zwei Jahren und einem halben Jahr. Weder meine Frau noch ich hatten je zuvor einen Hund. Wer hätte uns unter diesen Umständen einen Chessie-Rüden anvertraut?

Unser Sohn mit Freundin und Bruno

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Dankbarkeit für den wundervollen Bruno und Stephanies Vertrauen zum Ausdruck zu bringen. Sie war sich damals offenbar bezüglich des genialen Wesens dieses Hundes bereits sehr sicher.

Mit dem „Familienhund“ Bruno gab es dann im Verlauf  trotz sicher einiger Anfängerfehler kleinere Erfolge, die letztlich auch zur Zuchtzulassung führten.

Heute arbeite ich in einer Brandenburger Fachklinik für Neurologie und Psychiatrie. Bruno war hier als junger Rüde als Stationshund auf einer akutpsychiatrischen Station „im Einsatz“. Noch immer begleitet mich einer der Hunde mitunter zur Arbeit und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich auch noch wegen anderer Dinge als der Hunde im Klinikgelände gut bekannt bin.

Im Zuge der fortwährenden Beschäftigung mit der Rasse und der einhergehenden zunehmenden inneren Verbundenheit mit ihr, stellte sich schließlich auch der Wunsch ein, selber Einfluss auf die Geschicke der Rasse zu nehmen. So kam es dann zur Gründung des Zwingers Haunted House und im Sommer 2009 zog Elli aus dem E-Wurf von Stephanie Baake als Kandidatin für den Titel ‚Stammhündin‘ bei uns ein.

Update 2013: Mittlerweile hat sich einiges getan: Zum Jahreswechsel 2012/2013 stand uns noch einmal zweibeiniger Nachwuchs ins Haus, so dass hier nun 3 Kinder wohnen. Meine Arbeit in der Klinik habe ich 2013 gekündigt und mich nun in eigener Praxis niedergelassen.  Und schließlich ist aus dem B-Wurf eine kleine Hündin (Haunted House Boo Hag) bei uns geblieben, über die es in nächster Zeit auf diesen Seiten hoffentlich ein wenig zu berichten geben wird.